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RENN - Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien

Das RENN-Netzwerk wurde 2016 vom Rat für Nachhaltige Entwicklung im Auftrag der Bundesregierung gegründet. RENN.mitte ist eine von deutschlandweit vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN). RENN.mitte versteht sich als Partner für einen Wandlungsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit. Vor Ort arbeiten wir daran, Nachhaltigkeit sichtbar zu machen sowie Akteure zu vernetzen und zu stärken.

RENN.mitte Jahrestagung Programm

9:45 Uhr Ankommen im digitalen Raum

10:00 Uhr Begrüßung
Josef Ahlke, Frank Ernst, RENN.mitte
Klaus Rehda, Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt

10:25 Uhr Vortrag „Die Große Transformation“
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes

11:10 Uhr Projektekarussell
u.a. mit

  • Gemeinwohlregion Kreis Höxter
  • Weltacker 2000
  • Spirit of Football
  • Gemeinsam Handeln e.V.
  • Raumpionierstation Oberlausitz
  • Urbane Farm Dessau
  • Zukunftsspeisen OG
  • Otto pflanzt!
  • AG Mensa TUUWI
  • LeerGut-Agenten Thüringen
  • Kinderstadt Halle (Saale)
  • Landheldinnen
  • Essbares Dorf

12:30 Uhr Mittagspause
In der Pause digitale Angebote zum Austausch

13:30 Uhr Grußwort
Dr. Marc-Oliver Pahl, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung

13:40 Uhr Vorstellung Bündnis Nachhaltigkeit Sachsen-Anhalt
Frank Ernst, Sprecher des Bündnis Nachhaltigkeit Sachsen-Anhalt

13:45 Uhr Podiumsdiskussion: „Große Transformation“ gemeinsam – gerecht – gestalten

Moderation: Lea Karrasch

Klaus Rehda, Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt
Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes
Dr. Matthias Lerm, Amtsleiter des Stadtplanungsamtes Magdeburg
Katrin Anders, Stadt Wernigerode, Nachhaltige Stadtentwicklung und Demografie
Henrike Cremer, Fridays for Future Halle (Saale)

14:45 Uhr Kaffeepause

15:00 Uhr Parallele Foren

Forum 1: Aktionsraum nachhaltige Kommune

Nachhaltigkeit wird dort umgesetzt, wo Menschen leben und arbeiten – in den Städten und Gemeinden. Die richtige Weichenstellung durch kommunale Politik und Verwaltung ist deshalb von zentraler Bedeutung. Die Erfahrung zeigt aber: Ohne die Einbeziehung der Bürger*innen wird die angestrebte Große Transformation hin zu nachhaltigen Kommunen nicht gelingen.
Denn zum einen sind es gerade Ideen und Impulse einzelner Bürger*innen oder Gruppen, die neue Wege aufzeigen – und bestenfalls bahnen. Und zum anderen sind kommunale Initiativen auf die Zusammenarbeit mit Bürger*innen angewiesen, um die Herausforderungen vor Ort erfolgreich zu bewältigen. Anhand von drei konkreten Beispielen aus dem ländlichen und  städtischen Raum wollen wir diskutieren und herausarbeiten, wie produktiv eine Zusammenarbeit zwischen kommunalen und zivilgesellschaftlichen Akteuren ist, welche Lösungen gefunden und welche Synergien dadurch freigesetzt werden.

Input:

• Andreas Brohm, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte
• Katrin Anders, Stadt Wernigerode, Nachhaltige Stadtentwicklung und Demografie
• Christoph Strünke, Ökodorf Siebenlinden, „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“

Moderation: Frank Ernst, Netzwerk Zukunft Sachsen-Anhalt e.V., Katrin Nolting, Zukunftsfähiges Thüringen e.V.

Forum 2: Klimaschutz vor Ort gemeinsam gestalten

Die aktive Mitwirkung von Bürger*innen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für gelingenden Klimaschutz vor Ort. Kommunalverwaltungen und kommunale Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle als Initiator aber auch als Ermöglicher und Unterstützer für Aktivitäten aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie können beispielsweise Flächen für die  Energiegewinnung zur Verfügung stellen, Bürger*innen finanziell beteiligen oder den Aufbau von Bürgerenergiegenossenschaften unterstützen. Kommunen gestalten auch Rahmenbedingungen bei klimagerechter Stadtentwicklung, Flächennutzung, Mobilität etc. Die dabei notwendigen Veränderungen müssen mit den Bürger*innen gemeinsam geplant
und entschieden werden, wenn sie erfolgreich sein sollen. Mit Akteuren aus der kommunalen Praxis diskutieren wir anhand konkreter Fallbeispiele, welche Kooperationen von Verwaltung, kommunalen Unternehmen und Zivilgesellschaft vor Ort zu mehr Klimaschutz beitragen.

Input:

• Dr. Matthias Lerm, Leiter des Stadtplanungsamtes Magdeburg
• Olaf Schneider, Geschäftsführer EVH GmbH/Energie-Initiative Halle
• Thomas Winkelmann, Vorstand der BürgerEnergie Saale-Holzland eG

Moderation: Ralf Elsässer, Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V.

Forum 3: Regionale Ernährungswende anpacken

Während in den geläufigen Lebensmittelmärkten Erzeugnisse aus allen globalen Himmelsrichtungen ihren Absatzmarkt finden, fehlt es den regional erzeugten Produkten nicht selten am Zugang zu ihren Kund*innen vor Ort. Die Gründe dafür sind vielfältig. In vielen Orten und Regionen wird darauf mit regionalen Ernährungsstrategien oder der Gründung von  Ernährungsräten reagiert. Doch um das ‚Gute Essen für alle‘ lokal zu ermöglichen bzw. zu verankern, braucht es auch politischen Willen. Im Forum widmen wir uns den guten Beispielen und Strategien aus den Regionen, um zum einen regionale Kreisläufe der Versorgung mit landwirtschaftlichen Produkten und zum anderen das Potential regionaler Ernährung
für mehr Nachhaltigkeit zu stärken. Im Fokus steht die Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten rund um ansässige Landwirt*innen und Lebensmittelproduzent*innen ebenso wie Angebote zur Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung. Diese sind Voraussetzung für ‚Gutes Essen‘ in unseren Dörfern und Städten. Ein wesentlicher Diskussionspunkt wird die Zusammenbindung der vielfältigen Interessen der unterschiedlichen Akteure im Spektrum von Erzeugung und Verarbeitung bis zu den Verbraucher*innen sein.

Input:

• Brigitte Hilcher, Bundesverband der Regionalbewegung e.V., Geschäftsstelle Nordrhein-Westfalen
• Rahel Volz, Koordinierungsstelle Ernährungsrat Brandenburg
• Robert Strube, ApfelPunkt GmbH, Magdeburg

Moderation: Marion Piek und Katja Neugebauer, Brandenburg 21 e.V.

Forum 4: Soziale und ökologische Gerechtigkeit im Transformationsprozess – Wer zahlt den Preis?

Wie können wir unser Leben und Wirtschaften so gestalten, dass wir auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen eine global sozial gerechte Gesellschaft ermöglichen? Mit welchen Akteuren kann der Transformationsprozess solidarisch gestaltet werden, so dass er alle Menschen mitnimmt, Ungleichheiten begegnet und soziale Gerechtigkeit im Nachhaltigkeitsdiskurs stark macht? Dafür müssen tiefgreifende Widersprüche und komplizierte Strategie- und Zielkonflikte in unserer Gesellschaft ausgetragen und bewältigt werden. Einige dieser Zielkonflikte wurden durch die Corona-Pandemie öffentlich sichtbar, wie z.B. die Folgen bestehender Ungleichheiten, denen durch derzeitig verfügbare Instrumente
nicht ausreichend begegnet werden kann. Wir wollen gemeinsam im Forum anhand des Berichtes „Das Ungleichheitsvirus – wie die Corona-Pandemie soziale Ungleichheit verschärft und warum wir unsere Wirtschaft gerechter gestalten müssen“ von Oxfam (Januar 2021) transparent machen, welche Entwicklungen durch die Corona-Pandemie verstärkt werden
und das Erreichen der SDG der Agenda 2030 in Frage stellen.

Input:

• Dr. Barbara Sennholz-Weinhardt, Referentin für Wirtschaft und Globalisierung Oxfam Deutschland e.V.

Moderation: Pia Paust-Lassen, Berlin 21 e.V.

Forum 5: Beteiligung für und im Strukturwandel

Der Ausstieg aus der Braunkohle kann den nachhaltigen Strukturwandel für die beiden ostdeutschen Reviere deutlich beschleunigen. Die finanziellen Mittel für neue und innovative Konzepte und Maßnahmen sind bereitgestellt. Aber wie werden diese Konzepte erarbeitet? Wie werden die Maßnahmen priorisiert? Wer prüft, nach welchen Prinzipien welcher Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region geleistet wird? Aufgrund des aktuellen Status der Erarbeitung der Projekte für den Strukturwandel in den Revieren möchten wir mit Verantwortlichen und Erfahrungsträgern aus den Revieren herausarbeiten, wie die Zivilgesellschaft in der gegenwärtigen Phase der Konzipierung und auch künftig in der Umsetzung als Mitgestalter wahrgenommen und aktiviert werden kann. Können und werden Investitionen in die Reviere auch Investitionen in die Zivilgesellschaft sein?

Input:

• Dr. Franziska Krüger, Leiterin der Stabsstelle „Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier“ Sachsen-Anhalt
• Stephan Gößl, Referatsleiter Revierkommunikation, Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung
• Thomas Pilz, Lausitzer Perspektiven e.V.

Moderation: Dr. Sabine Heymann und Leon Huff, Landesverband Nachhaltiges Sachsen e.V. 

16:30 Uhr Abschlussrunde und Ausblick

16:45 Uhr offener Ausklang – Raum für Gespräche


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