Literatur & Studien

Sachsen-Anhalt im Jahr 2050

Raumpioniere in ländlichen Regionen
Neue Wege der Daseinsvorsorge
Faber, Kerstin/ Oswalt, Phillipp (Hg.), Verlag Spector Books, 2013

Eine Streitschrift aus Sachsen-Anhalt

Mehr Handlungsspielräume, mehr Bürgerinitiative, weniger Staat !
Das im März 2013 herausgegebene Buch sucht Antworten auf die akute Frage, wie Bürger und Politik mit der Schrumpfung im ländlichen Raum umgehen können. Es analysiert den Status quo ländlicher Regionen, skizziert Konzepte einer neuen Raumpolitik, stellt ein Dutzend Projekte aus der Praxis vor und führt hierzu eine Debatte mit Raumpionieren, Politikern, Wissenschaftlern und Künstlern. Es werden Lösungsansätze vorgestellt, die einerseits mehr Eigenverantwortlichkeit von den Bürgern und andererseits einen passenden rechtlichen Rahmen, der den Raum für die Selbstorganisation schafft, von der Politik erforderlich machen. Für drei Regionen Sachsen-Anhalts werden z.B. Szenarien im Jahr 2050 entworfen – für den Harz, Anhalt und die Altmark. „Die Szenarien sind ein Versuch, mit aufgeworfenen Themen und Fragestellungen weiterzuarbeiten, in einem größeren regionalen Kontext", so die Mitherausgeberin Kerstin Faber.

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Hochschulen für BNE: neue Broschüre

Im Frühjahr 2013 veröffentlicht die AG Hochschule der UN-Dekade eine neue Broschüre. Unter dem Titel "Hochschulen für eine nachhaltige Entwicklung - Ideen zur Institutionalisierung und Implementierung" wird gezeigt, wie BNE an Hochschulen verankert werden kann. Neben Praxisbeispielen stellt die Arbeitsgruppe auch die Voraussetzungen dafür und unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema vor. Sie können die Broschüre schon jetzt unter  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kostenlos vorbestellen.

Wirkungsstudie zu Fairtrade im ländlichen Raum

Der Faire Handel leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kleinbauern und Landarbeitern insbesondere im ländlichen Raum. Das geht aus der wissenschaftlichen Studie hervor, die der Verein TransFair aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens im Jahr 2012 gemeinsam mit der Max Havelaar-Stiftung Schweiz in Auftrag gegeben hatte. Im Rahmen der Studie wurde die Wirkung von Fairtrade auf ländliche Entwicklung und Armutsreduktion in unterschiedlichen Regionen und bei verschiedenen Produkten untersucht. Die Studie, die vom Centrum für Evaluation (CEval) in Saarbrücken durchgeführt wurde, kann in englischer Fassung im Internet heruntergeladen werden. Außerdem liegt eine Zusammenfassung der Ergebnisse in deutscher Sprache zum Download bereit.

www.fairtrade-deutschland.de/fileadmin/user_upload/ueber_fairtrade/fairtrade_wirkt/2012_12_12_Final_Report_Fairtrade-Impact-Study.pdf, www.fairtrade-deutschland.de/fileadmin/user_upload/ueber_fairtrade/fairtrade_wirkt/Impact_Study_2012_Zusammenfassung_der_Ergebnisse.pdf

Land Grabbing

Der globale Kampf um Grund und Boden.

Fred Pearce, Kunstmann Verlag, 2012

„Kaufen Sie Land. Es wird keins mehr gemacht.“ (Mark Twain)

Seit der letzten Preiskrise für Nahrungsmittel (2007/2008) ist die Gier nach Land ungebrochen. Denn: Boden ist eine der letzten sicheren, Rendite versprechenden Wertanlagen.

Obgleich die Aneignung ergiebigster Produktionsflächen durch private und staatliche Agrarunternehmen als Problem erkannt ist, geht die Jagd nach Land ungebremst weiter. Genauer: Die private Einhegung fruchtbaren Bodens, des wichtigsten öffentlichen Guts. Experten schätzen, dass bereits mehr als 200 Millionen Hektar weltweit dem „Land Grabbing“ zum Opfer gefallen sind.

Der Wissenschaftsjournalist Fred Pearce dokumentiert mit profunden Reportagen die „neue Landnahme“. Laut Pearce gibt es für die neue Gier auf Land vor allem drei Ursachen: marodierendes Anlagekapital aufgrund der Finanzkrise, die durch steigende Nahrungspreise ausgesandten Knappheitssignale und das Interesse an Biomasse als CO2-armer Energiequelle.

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Weder Mangel noch Übermaß

Warum Suffizienz unentbehrlich ist.

Manfred Linz, Aufsatzsammlung, oekom verlag, 2012

Wie können wir in Wohlstand leben, aber gleichzeitig das materielle Wachstum begrenzen?, fragt der Autor und warnt zugleich vor Lösungen, die allein auf technologische Effizienz bauen. Denn diese verhinderten nicht den Wunsch nach mehr, ungerechte Verteilung und weitere Expansion. Suffizienz dagegen führe zu maßvollem Umgang mit den Ressourcen. Doch was steht dem Wandel zur Zukunftsfähigkeit im Wege, wie lässt er sich fördern? Das sind Fragen, die Manfred Linz seit langem beschäftigen.

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