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Lange Woche der nachhaltigkeit

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30.Mai - 10.Juni 2018

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Dokumentarfilm USA 20012, 97 min (o. 60 min)
Regie: Dan Susman

In den 70er-Jahren taten sie es noch heimlich, waren aktivistisch angetrieben, warfen nachts Samenbomben auf unbewachsene Flecken. Sie protestierten gegen Globalisierung und Umweltverschmutzung, indem sie triste Brachen und urbane Räume zurückeroberten. Aus einst protestierenden Guerillagärtnern, deren Bewegung in Großbritannien und den USA begann, sind Urban Farmers geworden. Ihr Ziel ist dasselbe geblieben: Sie machen Stadt zum Ackerland.

Wie stark kann Urban Farming unsere Städte neu beleben? Inwieweit hat es Einfluss auf unseren Umgang mit der Natur? Kann Urban Farming gar einen relevanten Beitrag zur globalen Ernährungssituation leisten?

Die Filmemacher Dan Susman und Andrew Monbouquette reisen auf der Suche nach Antworten, quer durch Amerika und interviewen auf ihrem 21'000 Kilometer langen Trip zahllose Engagierte. Sie treffen auf Träumer, Lehrer und Aktivisten, die Nahrungsmittel produzieren: auf verlassenen Plätzen mitten in der Stadt, in Dachgärten hoch über dem Verkehr oder mit Hühnern im Hinterhof. Statt Boden nehmen sie Kisten, Plastiksäcke, mobile Hochbeete und Transportpaletten.

Ob in Manhattan, Berlin, Tokio oder Basel: Gemeinsam säen, schneiden und ernten sie lokales Gemüse oder züchten Fische, Hühner und Hummeln mitten in der Stadt. Heute ist Urban Farming eine weltweite Bewegung, die sich in vielfältigen Projekten manifestiert.

Neben der Möglichkeit, sich gesünder zu ernähren, wirft Urban Farming die Perspektive nach einer grüneren Zukunft der Städte auf sowie die Frage nach der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung des Phänomens. Nicht zuletzt deshalb ist es zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung geworden.

Das zentrale Thema des Films sind Lebensmittel und gesunde Ernährung. Nachhaltigkeit wird von den Filmemachern etwas zu kurz gedacht. Trotzdem wird im Film deutlich, wie lokale, praxisnahe Ansätze zur Nahrungsmittelproduktion Menschen zusammenbringen und als Wegbereiter für Veränderung dienen. Gemeinschaftsbildung ist der offensichtlichste Aspekt und in jedem gezeigten Projekt erkennbar. Darüber hinaus wird die städtische Landwirtschaft auch als Mittel zur Weiterbildung Jugendlicher und als Rehabilitierungsmaßnahme für ehemalige Straftäter nutzbar gemacht.

„Growing Cities“ ist, so die Kritik, ein unterhaltsamer, spannender Film mit vielen empirischen Beispielen, der seelisch wie auch sensorisch anregt. Der Lust macht, in der Erde zu wühlen und in eine selbst gezogene Stadt-Gurke zu beißen.